FDP-Fraktion reicht Fragenkatalog zum Münchner Konzerthaus ein – Seriöse Kostenaufstellung erforderlich

Seit 20 Jahren wird um das neue Konzerthaus in München gerungen. Vor wenigen Wochen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den schon beschlossenen Bau infrage gestellt. Um für das Projekt Klarheit zu schaffen, hat die FDP-Landtagsfraktion einen umfangreichen Fragenkatalog an die bayerische Staatsregierung eingereicht. Dazu der kulturpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dr. Wolfgang Heubisch:

„Wer das Münchner Konzerthaus infrage stellt, hat die Chancen des Projekts nicht verstanden und begeht einen großen Fehler. Im Münchner Werksviertel wird nicht nur ein Konzertsaal gebaut, der dem weltweit renommierten Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine feste Wirkungsstätte bietet. Vielmehr entsteht dort eine Begegnungsstätte für kulturelle Bildung, die weit über München und Bayern hinaus leuchten wird. Der Zugang zur Kunst und zur Kultur ist ein Schlüsselfaktor für kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe und Integration und ein wirksames Instrument im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Wir Freie Demokraten halten am Bau des Konzerthauses München fest – ohne Wenn und Aber. Da gegenwärtig zahlreiche Fragen offen sind, habe ich heute mit meinem Kollegen Dr. Kaltenhauser einen umfangreichen Fragenkatalog zu diesem Thema eingereicht.“

Der finanz- und haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Helmut Kaltenhauser ergänzt: „Statt das Sterben des Projekts in Raten zu verkünden, sollte sich die bayerische Staatsregierung besser in Kostendisziplin üben. Ohnehin frage ich mich, auf Basis welcher Faktoren Markus Söder die Baukosten auf eine Milliarde Euro taxiert. Sein lapidarer Verweis auf generell immens gestiegene Baukosten und mögliche Sonderaspekte wird diesem bayerischen Prestigeobjekt von internationaler Bedeutung nicht gerecht. Das hat doch mit einer sauberen Finanzplanung nichts zu tun. Anstatt über die Presse eine in seinen Augen ‚realistische Schätzung‘ hinauszuposaunen, sollte der Ministerpräsident endlich eine seriöse und faktenbasierte Kostenaufstellung vorlegen.“