HEUBISCH und KALTENHAUSER zur Anhörung Laienmusik: Fokus auf die Nachwuchsarbeit setzen.

Heute findet im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst eine Expertenanhörung zur „Situation der Laienmusikverbände und -vereine in Bayern nach zwei Jahren Corona-Pandemie“ statt. Dazu der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Wolfgang Heubisch

„In den vergangenen beiden Jahren haben wir gesehen, wie wichtig Bayerns Kulturlandschaft für die gesamte Gesellschaft ist. Die Laienmusik ist dabei ein zentraler Bereich neben den Kulturschaffenden. Es ist deshalb sehr wichtig, dass diese Anhörung heute stattfindet. Auch im Hinblick auf weitere Corona-Maßnahmen setzen wir uns dafür ein, Sport und Kultur gleichzusetzen. Aktuell stellt die Energiekrise Bayerns Kultur erneut vor existenzielle Herausforderungen. Wir dürfen deshalb auch in Zukunft die Kultur nicht unter den Tisch fallen lassen.“

Dr. Helmut Kaltenhauser, selbst aktiver Musiker und in der Musik-Verbandsarbeit engagiert, ergänzt: „Ohne eine breite und aktive Laienmusik werden wir auch keine Musik auf Weltniveau hervorbringen. Nachwuchs im Bereich der Laienmusik auszubilden, muss daher eine hohe Priorität haben. Das heißt, dass die musikpädagogische Nachwuchsarbeit bereits in den Kitas beginnen sollte. Der Musikunterricht an unseren Schulen erfährt gerade personalbedingt mit gezielter Duldung durch das Kultusministerium eine Abwertung – sehr zum Nachteil der Kinder und Jugendlichen. Ob durch die Installierung von Bläserklassen, durch eine bessere musikalische Grundausbildung bei Lehrkräften oder durch mehr Fortbildungsangebote: Jeder Schüler sollte bereits in der Schule die Gelegenheit erhalten, ein Instrument zu erlernen. Und das schließt auch eine vereinfachte Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen oder auch Musikschulen mit ein.“