Dr. Helmut Kaltenhauser

Wasserstoff in der Region

Wasserstoff Untermain Kaltenhauser

Mit der Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie möchte die Bundesregierung Deutschland zur Nummer 1 in der Welt bei Wasserstofftechnologien machen. Auch Bayern hat eine eigene Wasserstoffstrategie aufgesetzt. Künftig soll Wasserstoff Kernelement der Energiewende sein. Hierfür soll unter anderem ein 50 Millionen Euro-Programm für die bayernweite Errichtung von 100 Wasserstofftankstellen aufgelegt werden.

Wann kommt die erste Wasserstofftankstelle in unsere Region? Welchen Beitrag kann Wasserstoff zum Klimaschutz leisten? Diese und weitere Fragen diskutierte der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Helmut Kaltenhauser bei einer sehr kurzweiligen Veranstaltung am 15. Juli in Alzenau gemeinsam mit Judith Skudelny (umweltpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion). Die rege überparteiliche Teilnahme und auch die Fragen im Publikum haben gezeigt, dass dieses Thema von großem regionalem Interesse ist.

Wasserstofftechnologien sind vielseitig einsetzbar und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Dabei liegen die Hoffnungen vor allem auf grünem Wasserstoff, der mittels Elektrolyse aus regenerativen Energien gewonnen wird. Für die industrielle Nutzung von Wasserstoff braucht es zunächst eine zuverlässige Infrastruktur bzw. die Sicherung von Lieferketten aus dem Ausland. Denn die Bundesrepublik wird auch künftig nicht den eigenen Bedarf an Wasserstoff allein decken können und ist daher auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Bayern soll hierbei künftig die Rolle als weltweiter Treiber in der Entwicklung innovativer Technologien zur Wasserstoffspeicherung und -logistik einnehmen. Die bayerische Wasserstoffstrategie sieht hier Chancen für einen Wandel der heimischen Fahrzeug- und Zuliefererindustrie.  
Dennoch ist Wasserstoff nicht das Allheilmittel in der Klimafrage: Vielmehr muss die Diskussion, um die Antriebsarten der Zukunft technologieoffen gestaltet werden.

Wann die erste Wasserstofftankstellen im Landkreis Aschaffenburg gebaut wird, steht noch nicht abschließend fest. Doch die FDP-Kreistagsfraktion hat mit ihrem im Umweltausschuss des Kreistags grundsätzlich beschlossenen Antrag zur Errichtung einer Wasserstofftankstelle eine erste Initiative gestartet.

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